Resilienz

Mit Resilienz (nicht nur) die Coronakrise meistern

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Seit über einem Monat versuchen wir mit der Coronasituation, den damit zusammenhängenden kleinen und großen Änderungen sowie den vielen Einschränkungen klar zu kommen. Viele arbeiten derzeit fast ausschließlich im Homeoffice. Nicht wenige mit gleichzeitiger Kinderbetreuung, aufgrund der geschlossenen Kitas und Schulen. Andere wurden wiederum in Kurzarbeit geschickt – inklusive Gehaltskürzungen. Oder wenn es ganz schlimm läuft, drohen sogar Kündigungen. Großer Druck, viel Stress und enorme Sorgen lasten auf unserer Seele.

Gegenwaffe Resilienz

Als „Gegenwaffe“ ist derzeit das Wort Resilienz in nahezu aller Munde. Doch was bedeutet denn Resilienz überhaupt, fragen Sie sich jetzt bestimmt! Ganz einfach: Resilienz beschreibt die seelische Widerstandsfähigkeit angesichts psychischer Stresssituationen. Doch auch dann, wenn Sie sich nicht in einer persönlichen Krise befinden, erleben Sie vielleicht eine Differenz zwischen gewünschter und erlebter Realität. Ein solches Problem kann einen mehr oder weniger starken Leidensdruck auslösen. Unser Preis, den wir dafür zahlen, sind individuelles Leid oder Schmerz.  Wir können nur dagegen angehen, wenn wir bereit sind, unser Verhalten zu ändern.

„Resilienz ist das Immunsystem unserer Seele“, sagt die Diplom-Psychologin und Coach Dr. Eva Wlodarek. „Wir können es stärken, wir können es aber auch schwächen.“ Dies habe viel damit zu tun, wie man an eine Krise oder ein Problem herangeht. „Es geht dabei viel über unser Denken. Was ich über eine Situation denke, das fühle ich auch.“

Raus aus der Opferrolle!

Resilienz ist für Wlodarek aber auch: Raus aus der Opferrolle! In dem Moment, wo ich erkenne, dass ich denk- und handlungsfähig bin, kann ich besser damit umgehen. Dazu gehört, dass ich die Situation akzeptiere, an mich glaube und mir vor Augen halte: Was habe ich in der Vergangenheit schon geschafft? Das erzeugt enormes Selbstbewusstsein. Und wenn das alles nicht hilft, ist es wichtig, dass man sich Hilfe holt, beispielsweise psychologischer Rat oder nachbarschaftliche Hilfe.

Resilienz kann man trainieren

Was uns allen große Hoffnung machen sollte: Wir können unsere Resilienz täglich trainieren. Alexandra Karr-Meng, Beraterin, Coach sowie Trainerin in Lebensfragen, spricht bei Resilienz beispielsweise von sieben Säulen, die dazu gehören: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, die Opferrolle verlassen (siehe auch oben), Verantwortung übernehmen, Netzwerke bilden und Zukunftsplanung. Bei keinem Menschen sind diese sieben Säulen gleich stark ausgeprägt. An den weniger ausgeprägten Eigenschaften können wir aber gezielt arbeiten.

Mein Tipp also: denken Sie lösungsorientiert und trainieren Sie Ihre Resilienz – gerade jetzt, während der Coronapandemie mit alle ihren unangenehmen Begleitumständen. Ich bin mir sicher, die Fähigkeit zur Resilienz steckt auch in Ihnen!

Ich werde mich diesem meiner Meinung nach mehr und mehr wichtigem Thema, insbesondere im Zusammenhang mit der modernen Arbeitswelt, zukünftig vermehrt widmen.

Bis dahin: bleiben Sie gesund!

Glückauf,
Andreas Galatas

Original-Beitrag: https://andreas.galatas.de/blog/mit-resilienz-nicht-nur-die-coronakrise-meistern/
Bildrechte Headerfoto: © istockphoto.com/Rocky89

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