Heute habe ich gemeinsam mit Ralf und Philipp an der Konferenz Bits & Bäume NRW 2026 im Maker Space auf dem Innovationscampus Mark 51°7 in Bochum teilgenommen.
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit einer zentralen Frage unserer Zeit:
Wie kann Digitalisierung nachhaltig gestaltet werden?
Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Technologie diskutieren dort über Themen wie Rechenzentren, Open-Source-Infrastruktur, digitale Souveränität und nachhaltige IT.
Workshop: Bildung & Wissenschaft nachhaltig digital gestalten
Besonders spannend fand ich den Workshop
„Bildung & Wissenschaft nachhaltig digital gestalten: Infrastrukturen bis Curricula“
mit Prof. Dr. Sigrid Kannengießer und Sascha Ivan.
Diskutiert wurde unter anderem:
- welche digitale Infrastruktur Hochschulen benötigen
- wie nachhaltige IT Teil von Studienprogrammen werden kann
- wie digitale Souveränität praktisch umgesetzt werden kann
- welche Rolle offene Technologien und Open Source spielen
Gerade im Bildungsbereich wurde deutlich, dass nachhaltige Digitalisierung nicht nur eine technische Frage ist, sondern auch eine Frage von Kompetenzen, Governance und gesellschaftlicher Verantwortung.
Gedanken zu nachhaltiger digitaler Infrastruktur
In den Diskussionen kam bei mir eine interessante Frage auf:
Könnten kleine, energieeffiziente Servercluster – etwa aus Mini-PCs – eine Alternative oder Ergänzung zu großen zentralisierten Rechenzentren sein?
Gerade im Kontext von Bildungseinrichtungen oder lokalen Communities könnten solche dezentralen Mini-Rechenzentren eine spannende Rolle spielen:
- als Lernplattform für verteilte Systeme
- als Infrastruktur für Open-Source-Dienste
- als experimentelle Umgebung für nachhaltige IT
- und möglicherweise sogar als Baustein einer nachhaltigeren digitalen Infrastruktur
Moderne Hardware verbraucht oft nur wenige Watt im Dauerbetrieb. Dadurch könnten kleine Cluster aus energieeffizienten Rechnern interessante Möglichkeiten eröffnen – etwa für lokale digitale Dienste oder für Bildungsprojekte.
Der Veranstaltungsort: Maker Space auf Mark 51°7 in Bochum
Die Konferenz fand im Maker Space auf dem Innovationscampus Mark 51°7 in Bochum statt.
Für mich war der Weg dorthin besonders kurz, weil ich im Bochumer Stadtteil Laer wohne und arbeite. Der Veranstaltungsort liegt also praktisch direkt in meinem eigenen Umfeld.
Mark 51°7 ist das ehemalige Gelände des Opel-Werks in Bochum. Heute entsteht dort ein Innovationscampus mit Start-ups, Forschungseinrichtungen und Technologieprojekten.
Gerade deshalb passt der Ort erstaunlich gut zum Thema der Konferenz:
Ein ehemaliger Industriestandort, an dem früher Autos produziert wurden, entwickelt sich heute zu einem Ort für digitale Technologien, Forschung und neue Infrastrukturideen.
Fazit
Mein Eindruck nach dem ersten Tag:
Die Debatte über nachhaltige Digitalisierung steht noch am Anfang – aber sie wird immer wichtiger.
Veranstaltungen wie Bits & Bäume NRW im Maker Space Mark 51°7 in Bochum zeigen, dass sich immer mehr Menschen mit der Frage beschäftigen, wie digitale Infrastruktur künftig nachhaltiger gestaltet werden kann.
Ich bin gespannt, welche Ideen und Diskussionen am zweiten Tag noch entstehen.


